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"Pfarrverband Eupen Kettenis"
St. Martinszug in Eupen am 11. November
Aufstellung um 17 Uhr auf dem Kirchplatz St. Josef
Start: 17.30 Uhr
In Eupen haben sich die Jugendgruppen für das Thema des diesjährigen St. Martinsumzuges entschieden:
Dankbarkeit – Menschen leuchten wie St. Martin
Vor langer Zeit lebte ein römischer Soldat namens Martin. An einem kalten Wintertag ritt er aus und bemerkte am Stadttor einen armen Bettler, der frierend am Straßenrand saß. Das Herz des jungen Soldaten füllte sich mit Mitleid. Er zog sein Schwert und teilte damit seinen schweren, warmen Mantel in zwei Hälften. Die eine Hälfte gab Martin dem Bettler, um ihn vor der Kälte zu schützen. In dieser Nacht hatte Martin einen Traum, in dem ihm Jesus Christus erschien – bekleidet mit der Mantelhälfte, die er dem Bettler gegeben hatte.
Das Handeln des Heiligen Martin ist bis heute Inspiration und Anspruch zugleich. Es lädt uns ein, achtsam und sensibel auf unser Umfeld zu schauen. Wo können wir heute ganz konkret helfen? Und wie können wir Wertschätzung zeigen, wenn uns oder anderen geholfen wird? Wem erhellen wir das Leben und wann zeigen wir uns dankbar, für das Licht, das andere in unseren Alltag bringen?
St. Martin war kein Comic-Superheld. Seine besondere Stärke steckt in jedem von uns: Achtsamkeit und Nächstenliebe. Martin hat hingesehen und geteilt, was er hatte – seinen Mantel, seine Wärme, sein Herz.
Auch heute nehmen unzählige Menschen täglich oder in Krisenzeiten wahr, wo Hilfe gebraucht wird. Sie packen an und tun oft das Äußerste, was ihnen möglich ist. Das haben wir erst kürzlich beim Vennbrand, bei der Hochwasserkatastrophe und in vielen persönlichen Notsituationen erlebt. Ob Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizisten, Sicherheitskräfte, Pflegepersonal, Landwirte, Mitarbeiter der Gemeinden oder die unzähligen freiwilligen Helfer – sie alle werden durch ihr Handeln zu den Helden unserer Zeit. Sie packen dort an, wo Hilfe gebraucht wird, oft unter schwierigen oder gefährlichen Bedingungen und riskieren dabei nicht selten ihre eigene Gesundheit oder sogar ihr Leben.
St. Martin zeigt uns: Gute Taten beginnen oft im Kleinen. Wenn wir teilen, zuhören, uns einsetzen und dankbar sind, wird jeder von uns ein bisschen wie Martin. Genau dafür stehen die Laternen, die beim Martinszug leuchten. Jedes dankbare Wort, jede wertschätzende Geste und jede helfende Hand machen die Welt ein Stück heller.
Die Familienmesse mit dem Heiligen Martin findet am Sonntag, 08. November um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus, Eupen-Oberstadt, statt.