Pfarrprozession an St Josef - 28.September 2014

 

 

Recycling, aus Alt mach Neu

Pfarrprozession St-Josef in Eupen von Pfadfindern/innen gestaltet

 

Anlässlich des Kirchweihfestes oder der Kirmes wurde die Prozession so richtig „getuned“… Nicht mehr zeitgemäß, langweilig, öde, muss das sein… waren einige der Reaktionen am Anfang der Vorbereitungen für die diesjährige Pfarrprozession. Andreas Schmitz hatte die zündende Idee… wenn schon die Pfadfinderinnen Maria Goretti und Pfadfinder Franz von Assisi jedes Jahr mit dabei sind, geben wir Ihnen unser Vertrauen und bauen die Prozession auf ihre Ideen und Vorschläge auf!

Gesagt, getan… Glauben, Kirche, Religion ein Lifting geben, erneuern oder recyceln kam schon schnell in den ersten Gesprächen auf. Hat Jesus nicht auch eine neue Sichtweise gegeben und seine Religion von Grund auf erneuert… es ist nicht mehr der angstmachende Gott sondern er wandelt mitten unter uns. Schon waren wir uns schnell einig, was das Thema anging!

                                

Was liegt da nicht näher, als die Prozession vom Wertstoffhof in der Unterstadt starten zu lassen. Und es war auch ein Pfadileiter, der die Rolle vom Jesus als Stadtarbeiter übernahm, der uns ganz schön auch ins Gewissen geredet hat, damit auch wir an der Erneuerung unseres Glaubens und UNSERER Kirche mitwirken: „Muss nicht Bewegung in unsere Kirche hinein? Muss nicht verändert werden? Wird sich unsere Religion verändern müssen um dem Zeitgeist zu begegnen? Wer kann überhaupt Religion verändern? Kirche kann sich ändern: Martin Luther und andere haben es gemacht! Wird man alter wiederverwenden und in neue Formen gießen? Kann man Religion recyceln? Was will Jesus in unsere alten Kirche verwerten?“

Jesus hat auch das Gebet verändert, indem er zum Vertrauen beim Gebet aufruft (siehe Math. 7,12). Jesus recycelt den Alten in den Neuen Bund, das Osterlamm und das Brot in sein Brot des Lebens. Auch ist der Wertstoffhof ein positives Zeichen für unsere Umwelt, denn die Welt braucht uns nicht, um weiter zu drehen, umgekehrt allerdings nicht… Da war die letzte Weltklimakonferenz in New-York auch in der Prozession ein Thema…

 

Die zweite Station war vor der Kapelle der Heiligen Familie im Bellmerin, die auch frisch renoviert worden ist von ganz vielen Freiwilligen. Sie war verwaist und erlebt seinen zweiten Frühling. Nichts lag denn auch näher, als für die Synode über die Familie zu beten, die nächste Woche eröffnet wird und die Kapelle, das Viertel und speziell die Familien zu segnen.

 

Die letzte Station war vor der Kirche, wo das Thema war: „Vom Prinzip der Gleichheit vor Gott und der gerechten Verteilung der Güter“. Die Kinder hatten eine alte Plastikflasche am Anfang der Prozession bekommen. Und Schritt für Schritt ist aus dieser wertlosen Flasche eine Windmühle geworden. Jesus gibt den Ansporn, aus einfachen Sachen etwas zu machen!“ Gott ist nicht in der Kirche eingeschlossen. Wir haben ein solches Gebäude nötig, da es ein Raum und eine Zeit bedarf, um auftanken zu können. Das Gebäude der Kirche hat nur Sinn, wenn es aus lebendigen Steinen besteht, und wenn man nach außen trägt, was man innen erlebt und erfahren hat!

Die Pfarrprozession war wieder Mal der Beweis, dass Jugendliche sich investieren, wenn man Ihnen und Ihren Ideen Raum gibt, damit sie sich entfalten… da ist Recycling unserer Gemeinde entstanden. Nichts lag dann näher, als sich dann bei der Starkbierbude der Pfadis auf dem Kirmesgelände zusammen zu finden, um die Prozession im gemütlichen Rahmen ausklingen zu lassen und den Jugendlichen auch indirekt finanziell unter die Arme zu greifen.

Mehr Fotos könnt ihr auch auf der Internetseite: www.pfarverband-eupen-kettenis.net oder auf der Facebook Seite: Pfarrverband Eupen Kettenis finden ;-)

 

Bericht von Hubert Chantraine

 

 

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