Gedanken zum Evangelium des Sonntags

15.05.2021 - 5. Sonntag der Osterzeit

 

Evangelium                                                                         Joh 13, 31–33a.34–35

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander!
Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Gedanken zum Evangelium:

Ein neuer Anfang – ein neues Gebot, das es in sich hat: „Liebt einander!“ – „Wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr einander lieben.“ 

Neu am christlichen Liebesgebot ist, dass es nicht allein auf Gegenseitigkeit beruht. Gerade die Liebe, die nicht auf Liebenswürdigkeit antwortet, zeigt die Größe des Herzens für den Mitmenschen.

Wo können wir Gott sehen, wo ist Gott spürbar?

Er ist da, wo „geliebt“ wird, wo echte Liebe zählt und wo man wohlwollend miteinander umgeht. Liebe aus einem inneren Frieden heraus versöhnt weitergeben. Versuchen wir diesem Zauber des Anfangs zu vertrauen und die Welt durch unsere Liebe ein Stück liebevoller zu machen.

 

„Wenn unsere Liebe wie Sonnenstrahlen wäre:

Sonnenstrahlen, die Hände wärmen, Tränen trocknen,
Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Sonnenstrahlen, die Eisberge zum Schmelzen bringen, Türen öffnen und die Welt ein wenig heller machen.“

Gebet:

Guter Gott, stärke uns im Geist deiner Liebe. Lass sie durch uns in die Welt strömen und wie kleine Lichtstrahlen die Dunkelheit erhellen.  Amen.

Lied: „Ubi caritas et amor“ GL 445   

          https://www.katholisch.de/video/15723-gotteslobvideo-gl-445-ubi-caritas-et-amor-ubi-caritas-kehrvers-taize  

von: Anita Laschet

_____________________________________________________

 

08.05.2021 - 4. Sonntag der Osterzeit

Evangelium  - Joh 21, 1–14

                                                                                  

Ich gebe meinen Schafen ewiges Leben 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Gedanken zum Evangelium:

Für ein Schaf wäre die Wahl klar: Ich gehe mit dem Hirten, der mir das Leben rettet und mich bewahrt. Vielleicht führt der Weg nicht immer an meine Wunschweiden oder Lieblingsquellen. Doch das Ziel, das der Hirte mit mir erreichen will, ist das Richtige! Ich bleibe bei ihm und vertraue ihm. 

Wie sieht das für uns Menschen aus? Auf welche Stimme hören wir? Spüren wir, dass da einer ist, der mich kennt und der weiß, was ich brauche? Oder sind wir von den vielen Stimmen um uns herum verwirrt, so dass wir sowohl den „guten“ Hirten als auch die Orientierung verloren haben? Wo finden wir das Leben? Auf wen oder was vertrauen wir?

Das Bild einer Schafherde mit ihrem Hirten  vermittelt ein Gefühl von Harmonie, Fürsorge und Vertrauen. Jesus bezeichnet sich als den  „Guten Hirten“. Was macht einen guten Hirten aus? Jesus sagt: „Meine Schafe hören auf meine Stimme, ich kenne sie und sie folgen mir.“ Der gute Hirte, der seine Arbeit liebt und ihr gewissenhaft und liebevoll nachkommt, hat eine vertrauensvolle Beziehung zu seiner Herde aufgebaut. Jeder einzelne ist wichtig und er nennt sie beim Namen.

 

„Ich und der Vater sind eins.“ – Gott hat sich verletzlich und klein gemacht und sich als Mensch gezeigt. Überall dort, wo wohlwollendes Miteinander gelebt wird, können wir Gott und seiner Liebe begegnen.  

 

Gebet:

Guter Gott, lass uns aufhorchen, wenn du uns beim Namen rufst. Erinnere uns immer wieder neu daran, dass du für uns sorgst und dass du uns liebst. Bestärke uns darin dir zu folgen und dir zu vertrauen.  Amen.

 

Lied: „Du rufst mich bei meinem Namen“ Text & Musik: Kurt Mikula   

          https://www.youtube.com/watch?v=ICGX1-Wl3g0 

von: Anita Laschet

_____________________________________________________