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Gedanken zum Evangelium des Sonntags

22.01.2023

 

Evangelium

 

4. Sonntag im Jahreskreis -  Mt 5, 1-12a

                                                                                                                                                                        

Selig, die arm sind vor Gott

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg.
Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.                                                                                                                            Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

*Gedanken zum Evangelium:

Jesus steigt auf einen Berg, heißt es im Evangelium. Damit wird der Abstand zu den Gesetzen der Welt verdeutlicht und seine Nähe zu Gott. Er setzt sich hin, kommt zur Ruhe und die Jünger kommen zu ihm. Die Menschen, denen Jesus begegnet, werden verändert, sie werden verwandelt. Ihre Einstellung, ja, ihre Gesinnung verändert sich.  Die Verwandlung geschieht in ihrem Herzen durch die Berührung mit Jesus, ganz gleich, ob es sich um Kranke, Ausgestoßene oder Verwundete handelt.

 

Auch heute möchte Jesus unser Herz berühren und uns verwandeln durch seine Liebe. Eine Liebe, die nicht erst verdient werden muss, sondern eine Liebe, die uns gilt, weil wir SIND. Welch große Würde liegt in jedem von uns? Die göttliche Liebe in uns wartet darauf von uns entdeckt und gepflegt zu werden, damit sie wachsen kann, Früchte tragen kann und uns selig werden lässt.

 

*Lied:

Ins Wasser fällt ein Stein : GL 45 https://www.youtube.com/watch?v=yXSHF5_qDSw

von: Anita Laschet

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22.01.2023

 

Evangelium

 

3. Sonntag im Jahreskreis -  Mt 4, 12-17

                                                                                                                                                                        

Jesus verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, im Gebiet von Sebulon und Naftali; denn es sollte sich erfüllen, was durch Jesaja gesagt worden ist

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, kehrte er nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sébulon und Náftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Das Land Sébulon und das Land Náftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

Gedanken zum Evangelium:

Matthäus möchte keine oberflächlichen Ortsbeschreibungen machen, sondern es geht ihm um Glaubensverkündigung. Nach der Auslieferung von Johannes kehrt Jesus nach Galiläa zurück, um in Kafárnaum zu wohnen. Was sind das für Leute zu denen Jesus geht?  „Das Land Sébulon und das Land Náftali“ – diese Stämme wohnten unter Heiden, an ihren Glauben festzuhalten, fiel ihnen schwer. Sie galten als „Gottlose“. Deshalb wurden sie schon zur Zeit Jesajas bezeichnet als Menschen, „die in der Finsternis“ leben. Ausgerechnet dort, unter diesen Menschen möchte Jesus wohnen. Dies stellt die Rettungsgeschichte der Menschheit dar: „Gott kommt mitten in die Welt der Verlorenen.“ Matthäus greift die Verheißung Jesajas auf: „Nichts wird in der Finsternis bleiben, was in Angst ist; dem Volk, das im Dunkeln wandelt, erscheint ein gewaltiges Licht; Gott selbst wird kommen und Frieden schaffen“.

 

Belassen wir Weihnachten nicht beim Erleuchten von Lichterketten und Tannenbaum, sondern erkennen wir in Jesus, den der die Dunkelheit erhellt. Erkennen wir den, der sich unseren Dunkelheiten und unserer Gottlosigkeit zuwendet.

 

* Gebet:

Gott, du bist ein Gott des Lichtes und des Friedens. Du bist ein Gott der Liebe und der Hoffnung. In unserer Welt, die oft so finster ist, so friedlos und kalt, so lieblos und resigniert kommen wir zu Dir mit diesem kleinen Licht. So wie es brennt in dieser dunklen Zeit, so entzünde auch unsere Herzen, dass es warm und hell werde in uns und durch uns. Mach uns zu Boten dieses Lichtes und deines Friedens. Lass uns eintreten für Gerechtigkeit und Solidarität, dass Opfer und Täter der Gewalt neue Wege finden, dass die verfeindeten Völker und Religionen neue Wege finden, dass die Hoffnungslosen und die Lebens-müden neue Wege finden, dass wir alle neue Wege finden. Deine Wege finden. Gott des Lichtes und des Friedens! Amen.

 

* Lied:

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht  GL 450 https://www.youtube.com/watch?v=DWLsfXDF9k8     

von: Anita Laschet

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15.01.2023

 

Evangelium

 

2. Sonntag im Jahreskreis -  Joh 1, 29-34

                                                                                                                                                                        

Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen
und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.

*Gedanken zum Evangelium:

Was stellen wir uns unter „die Sünde der Welt“ eigentlich vor? Sind es Bilder von Armut, Hunger, Krieg, Gewalt, Ungerechtigkeit? Eine bedrückende Macht üben diese Bilder aus.  

 

Die Botschaft von Johannes lautet: „Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ So stellt Johannes Jesus seinen Zuhörern vor. Die verschiedenen Praktiken von Sühneopfer und Sündenbock sind den Menschen vertraut und somit hat diese Aussage eine große, erlösende Bedeutung.

 

Die Begegnung mit Jesus hat Johannes befähigt Zeugnis abzulegen. Diese Begegnung hat ihn berührt und betroffen gemacht, so dass er nicht mehr schweigen kann.

Zeugnis von Jesus können auch wir heute geben. Jesus, der mit seiner liebevollen, gewaltlosen Art den Menschen so nah ist. Er, der Ausdruck einer so starken Liebe zu Gott und zu den Menschen ist. Er, der die Menschen immer wieder berührt und ihnen Halt und Kraft gibt. Viele Menschen „halten“ sich an Jesus fest, um so auch in dunkler Zeit wieder Licht und Hoffnung spüren zu können.

 

*Lied:

Eines Tages kam einer Jugolo 562  https://www.youtube.com/watch?v=zBywwScrIFA (Musikvideo)

 

von: Anita Laschet

 

 

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