Öffentliche Pfarrbibliotheken St. Nikolaus und St. Josef

4. November: Fest des hl. Karl Borromäus und Gebetsgedenken für die Habsburger

 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Bonn der katholische Verein zur Verbreitung guter Schriften gegründet. Die Gründer wählten den großen katholischen Reformbischof des riesigen Erzbistums Mailand, Carlo Kardinal Borromeo (1538- 1584), zu ihrem Schutzheiligen. Karl Borromäus - wie er im Deutschen heißt - war aber auch der Patron mehrerer Mitglieder des Hauses Habsburg. Als dieses 1713 die Herrschaft über die südlichen Niederlande - zu denen Eupen gehörte - antrat, bat der damalige Pfarrer an St. Nikolaus,

Kaspar Henreco (1664 - 1742 ) seinen neuen Souverän, Kaiser Karl VI. (1685- 1740), um eine Unterstützung zur Finanzierung des Gehalts des Pfarrkaplans. Der Kaiser kam dieser Bitte umgehend nach und schenkte der Nikolauspfarre bedeutende Ländereien u. a. im  Hertogenwald zwischen Weser und Hill. Zum Dank verpflichtete sich Pfarrer Henreco "auf ewige Zeiten", am Namensfest des Kaisers, dem 4. November, die Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Hauses Habsburg zu feiern. Diese Verpflichtung wird bis heute eingehalten.

In diesem Jahr nehmen Vertreter der Gebetsliga für den Völkerfrieden um 19 Uhr an der Messe in der Klosterkirche teil. Die Gebetsliga steht unter dem Patronat des seligen Karl I. aus dem Hause Habsburg (1887- 1922), des letzten Kaisers von Österreich- Ungarn, der sich 1917 vergebens um ein Ende des Ersten Weltkriegs bemühte. In Anbetracht der tragischen Ereignisse in der Ukraine kommt dem Gebet für den Frieden in diesem Jahr sicher noch eine größere Bedeutung zu als sonst. Zu Beginn der Messe wird Prof. Dr. Alfred Minke näher auf auf den geschichtlichen Rahmen dieser Eucharistiefeier eingehen.

Herzliche Einladung an Alle!